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yoga

Ein Shakti-inspirierter Weg um die Essenz von Frauen zu nähren 

Eine kleine Einführung in Yoga

Viel wurde und wird über Yoga gesagt und geschrieben.

Die Fülle an Informationen scheint endlos.

Ich möchte mich daher hier auf eine kurze, wesentliche Einführung beschränken.

Dann gehe ich auf die Zweige ein, in denen ich ausgebildet bin und die ich in meiner Arbeit nutze, und teile meine Perspektive in Bezug auf Yoga speziell für Frauen.

 

Das Wort Yoga kommt aus dem Sanskrit und kann in etwa übersetzt werden als: Vereinigung/Verbundenheit/Einssein.

 

Im Grunde geht es im Yoga darum, sich wieder an die eigene wahre Essenz zu erinnern und die Verbundenheit mit ihr zu nähren und zu stärken.

Es handelt sich um ein ganzheitliches System von Selbstfürsorge und spirituellerer Entwicklung.

 

Dem zu Grunde liegt das Verständnis, dass alles Leben und die gesamte Existenz miteinander verbunden, lebendig und intelligent ist.

Alles -von den größten Galaxien, bis zu den kleinsten Teilen von Atomen, von unseren physischen Körpern, über unsere Gedanken und Gefühle bis zu unserer innersten Essenz- ist ein ewiger Tanz von Bewusstsein und Energie, miteinander verwoben und beeinflusst sich gegenseitig.

Alles ist im Grunde eins und wir sind Teil davon (ob wir es nun merken oder nicht).

 

Yoga spricht hier von unterschiedlichen Ebenen oder Schichten der Realität, die sich gegenseitig durchdringen.

 

Über viele tausende von Jahren haben Menschen die unterschiedlichsten Techniken und Praktiken entdeckt und entwickelt, um Bewusstsein für diese unterschiedlichen Schichten der Realität zu kultivieren, mit ihnen bewusst zu arbeiten und im Einklang mit dieser kosmischen Intelligenz zu leben, letztendlich mit ihr zu verschmelzen.

 

Yoga ist also viel mehr als eine Philosophie oder körperliche Übung, es ist eine Lebensweise, ein Weg, der ganzheitlich gelebt und erfahren werden will.

Nur dann können wir wirklich beginnen, ihn zu verstehen.

Hatha Yoga

Hatha Yoga ist eine Sammlung von Praktiken, die Körper, Atem und Geist nutzen, um spirituelles Bewusstsein zu stärken.

 

Diese Form von Yoga zählt zu den bekanntesten.

Auch ich erhielt meine ersten Ausbildungen größtenteils in Hatha Yoga.

Es ist ein guter Ausgangspunkt, da diese Praxis sehr greifbar mit unserem System arbeitet, angefangen mit unserem physischen Körper und Atem.

 

Ha bedeutet Sonne, Tha bedeutet Mond.

Diese Begriffe beschreiben zwei Polaritäten (in uns und um uns) -scheinbar entgegengesetzter Kräfte, die sich jedoch eigentlich ergänzen: 

hell/dunkel, männlich/weiblich, linke/rechte Gehirnhälfte, sympathisches/parasympathisches Nervensystem, yin/yang, die Nadis (Energiekanäle) Ida/Pingala.

Bei Hatha Yoga geht es um die Harmonisierung dieser  Polaritäten in uns.

 

Durch körperliche Übungen (Asana), Atmung/ Energiearbeit (Pranayama), Gesten (Mudra) und Verschlüsse (Banda) wird unser gesamtes System gereinigt und gestärkt -vom physischen Körper, über den energetischen, zum mental-emotionalen und intuitiven… So werden wir allmählich empfindsamer für die feineren Ebenen unseres Seins.

Ursprünglich dienten diese Praktiken als Vorbereitung auf tiefere Meditationen.

Yoga Nidra

Yoga Nidra ist im Grunde einfach entspanntes Sein, ohne jede Anstrengung.

Bewusstes Ausruhen.

Nidra bedeutet ‘Schlaf’ in Sanskrit und Yoga Nidra wird in vielen Variationen übersetzt:

Yogischer Schlaf, Yoga des Schlafes, Schlaf des Yoga…

 

Diese Meditations- und Tiefenentspannungspraxis findet meist im Liegen mit geschlossenen Augen statt.

Dabei werden Körper und Geist sanft zur Ruhe geführt.

Die Sinneswahrnehmungen ziehen sich nach innen  zurück.

Nur Hören und Fühlen bleiben aktiv.

Von außen scheint es, als würde nichts passieren.

 

Während der Körper sich in einem schlafähnlichen Zustand befindet, bleibt der Geist wach und achtsam im Inneren.

Dabei kann sich viel im Unterbewusstsein lösen.

Doch anstatt direkt zu versuchen, das Aufkommende zu analysieren oder zu benennen, wird es einfach willkommen geheißen und fließen gelassen.

Gleichzeitig finden durch die tiefe Entspannung im physischen Körper ganz natürlich viele regenerative und harmonisierende Prozesse statt.

Yoga für Frauen

So wundervoll Yoga auch sein kann, 

es wird jedoch ein wichtiger Punkt immer wieder außer Acht gelassen:

 

Ein Großteil der heute bekannten und gängigen Yogapraktiken (sowie auch klassische Texte) wurde von Männern für Männer entwickelt - in etablierten patriarchalen Systemen, die Frauen den Zugang zu diesem Wissen lange Zeit verweigerten.

 

Sie sind also nicht unbedingt auf die einzigartige weibliche Physiologie und Psychologie einer Frau und ihre Bedürfnisse ausgerichtet.

Tatsächlich ist häufig das Gegenteil der Fall.

Viel Schaden und Schmerz wurde und wird immer noch durch unpassende Anleitung basierend auf Halbwissen, Ignoranz, Dogmatismus und Machtmissbrauch kreiert.

 

Daher ist es so essenziell, uns bewusst zu machen:

 

Körperbau, Hormonhaushalt, Hirnstruktur und Nervensystem einer biologischen Frau unterscheiden sich von denen eines biologischen Mannes.

Tiefgreifende Erfahrungen wie der monatliche Menstruationszyklus, weibliche Orgasmen, Fehlgeburt, Abtreibung, Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillen und Menopause gestalten unsere Lebensrealität als Frauen erheblich (natürlich müssen nicht alle Frauen alle diese Erfahrungen machen).

Außerdem haben es 5000 Jahre Patriarchat Frauen maßlos erschwert -zeitweise lebensgefährlich gemacht- eine gesunde, wertschätzende Beziehung zu unserem eigenen Körper-Geist-Seele-Selbst zu pflegen (sowie auch zu anderen Frauen) und unsere Kräfte und Gaben anzunehmen.

 

Also einfach blind einer (patriarchal-) männlichen Yogalinie /Spiritualiät zu folgen ist langfristig nicht hilfreich und kann sogar dazu führen, uns noch weiter von unserer weiblichen Natur und ihrer Kraft zu entfremden.

 

Es geht für uns Frauen bei Yoga also nicht darum, uns auf den Weg eines „Yogis“ zu machen, denn das ist ein männlicher Yoga-Praktizierender.

Stattdessen dürfen wir uns auf den Weg einer „Yogini“ machen - einer Frau, die Yoga praktiziert- geleitet von der lebendigen Göttin in und um uns.

Das bedeutet, Yoga so praktizieren und leben, dass es unser Frausein, unsere Intuition, zyklische Natur und Körperweisheit ehrt und stärkt und uns darin unterstützt, im Einklang mit ihr zu leben

Wie ich arbeite - ein Shakti inspirierter Ansatz

In meiner Arbeit als Yogalehrerin, Coach und Spaceholder für Frauen geht es mir darum, die Verbundenheit zu unserem wahren Selbst zu stärken - in Körper, Geist und Seele.

Die Heiligkeit, Weisheit, Schönheit und Kraft erinnern, die eingebettet ist in die natürlichen Rhythmen und Zyklen in uns und um uns.

Das ist Shakti, intelligente Lebenskraft, die lebendige Göttin mit unzähligen Namen und Formen.

Und wir dürfen immer weiter lernen, dieses Bewusstsein in unseren Körper und tägliches Leben zu integrieren und sie zu verkörpern.

 

Unser Körper ist dabei nicht einfach nur Werkzeug, sondern Manifestation dieser kosmischen Intelligenz und weise Begleiterin, durch die wir dieses Leben erfahren.

 

So kombiniere ich ausgewählte Übungen des Hatha Yoga und Yoga Nidra mit intuitiven, frei fließenden Bewegungs- und Ausdrucksformen, begleitet und getragen von bestimmten Themen, die kontempliert, reflektiert, gestaltet und gehört werden wollen.

 

Es sind Rituale auf Augenhöhe, um unser Sein und Werden als Frauen zu ehren, in einem heiligen, sicheren Raum.

Sie weben Bewegung und Ruhe, Innenschau und kreativen Selbstausdruck, ehrliches Mitteilen und tiefes Zuhören in einem schwesterlichen Kreis. 

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